coopgo Initiative auf Überholspur

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Der aktuelle igenos Quartalsbericht 1/2018 zeigt, die coopgo Initiative der Genossenschaftsmitglieder ist auf Überholspur.

Geschäftsgrundlage des von igenos mit getragenen  Geno-Förder-Verbands coopgo ist ein Cooperative Governance Codex, der die Spielregeln zwischen den Genossenschaftsmitgliedern und ihrer Genossenschaft verbindlich festlegt.

Der im Genossenschaftsgesetz §1 verankerte Förderauftrag  der Genossenschaft steht im Vordergrund aller Verbandsaktivitäten.

Genossenschaftsmitglieder, der coopgo Genossenschaften haben einen Rechtsanspruch auf Förderung. Allein die Mitglieder definieren den Förderauftrag an den Vorstand.

Der coopgo Prüfungsverband vertritt die Interessen der Genossenschaftsmitglieder und überprüft und dokumentiert die Einhaltung des Förderauftrags. 

coopgo ist der einzige Deutsche Genossenschaftsverband in dem  Genossenschaftsmitglieder aktiv mitreden und maßgeblich mitentscheiden. Über eine enge Kooperationsvereinbarung mit dem DEGP wird  coopgo Genossenschaftsgründungen und Prüfungen durchführen.

Absolute  Transparenz und Vergütungssolidarität sind  ein  weiterer Forderung des neuen Genossenschaftsverbands.  

Vorstandsvergütungen und Pensionszusagen werden künftig ausschließlich von den Mitgliedern festgelegt.  „Sozialschmarotzer“  sich auf Kosten der von ihnen verwalteten  Genossenschaften maßlos bereichern werden es schwerer haben.

igenos e.V. unterstützt die Neugründung der ig-genorecht,  eine Genossenschaft, deren  Geschäftszweck Prozessfinanzierung – insbesondere von Musterprozessen – schon vor der Eintragung in das Genossenschaftsregister auf hohe Akzeptanz stößt.  

Die Prozessfinanzierung beschränkt sich zunächst ausschließlich auf genossenschaftsrechtliche Themen.

Das betrifft Musterprozesse in Sachen genossenschaftlicher Förderauftrag nach § 1 GenG
sowie nach § 25 Umwandlungsgesetz, der auch bei Fusionen von Bankgenossenschaften  zur Geltung kommt.  

Auch das Thema Stiftungen, die zu Lasten des Genossenschaftsvermögens, ohne Zustimmung der Mitglieder einrichtet wurden sind ein Thema.

Auch sonst ist igenos mit der laufenden Entwicklung zufrieden.

Laut internen coopgo  Berechnungen ist  2017 die Anzahl der Genossenschafts Neugründungen, die nicht dem Raiffeisensektor / GdW  zuzuordnen sind,  numerisch bereits in der Überzahl.

Beispiele gibt es  genug:  ob Think Tank, mehrere  Blockchain eG`s, Familiengenossenschaft oder eine platform-coop,  ein Journalisten-Pool oder gleich mehrere Genossenschaften die sich auf Prozesskosten Finanzierung spezialisieren.

Ein völlig neues Betätigungsfeld  sind Bürgergenossenschaften, die auf die Umwandlung bestehender Bankgenossenschaften setzen.

coopgo Studienprojekte: Im  1 Quartal 2018 wurden von igenos  zwei  coopgo Studienprojekte verabschiedet:

Projektname: Auswirkung der nationalsozialistischen Gesetzgebung auf den genossenschaftlichen  Alltag.

Hintergrund: Nazi Symbole und Hakenkreuze sind als  verfassungsfeindliche Symbole verboten.  Auch der Hitlergruß  gehört dazu. Wieviele Gesetze, von Adolf Hitler als Reichskanzler, im Rahmen des Ermächtigungsgesetzes – also ohne lästiges Parlament in Kraft gesetzt wurden und heute noch gelten, wird selten diskutiert. Fest steht nach Kriegsende 1945 gab es plötzlich neue Feindbilder und ganz andere Prioritäten. Warum dieses Stück Rechtsgeschichte noch nicht bearbeitet und diskutiert wurde, ist unverständlich.  

Projektname: Grünbuch – Genossenschaften in Europa –
Eine Bestandsaufnahme.

Aktuell:  Das Projekt rethink coop erreichte mit  Platz 22 von mehr als 100 eingereichten Projekten HERTIE Integrationspreis Contest zumindest einen Achtungserfolg. Der Projektname war unglücklich gewählt, weil einfach schlecht zu kommunizieren. Trotzdem der Name ist Programm.  Nachdem das Crowdfundingziel erreicht wurde, steht der Gründung der gemeinnützigen eG nichts mehr im Wege. „rethink-coop“ wird als „platform-coop“ neue Maßstäbe setzen.   

 

 

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