GenoLeaks: DZ Bank Stiftung setzt Genossenschaftswissenschaft massiv unter Druck.

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GenoLeaks: DZ Bank Stiftung setzt Genossenschaftswissenschaft massiv unter Druck.Artikel 5 Absatz 3 GG garantiert die Freiheit von Wissenschaft und Forschung. Nicht geklärt ist dagegen die Finanzierung der Forschung.  Die in der Arbeitsgemeinschaft der deutschen genossenschaftlichen versammelten AGI Institute fallen vor allem durch starke Zurückhaltung und Gefälligkeitsstudien auf.  Auch dass die genossenschaftlichen Spitzeninstitute während der letzten Bankenkrise „nur 10 Milliarden Mitgliedervermögen“ verbrannt haben – wurde nicht weiter diskutiert.  Die Genossenschaftsbanken sind die Guten. Ein Blick auf die Inhalte des Zentralorgan des deutschen Genossenschaftswesens sagt alles. Kritische Beiträge liefern Andere. Laut GenoLeaks erscheint die “ Zeitschrift für das Gesamte Genossenschaftswesen“ inzwischen eine Auflage vom knapp 300 Exemplaren. Bezogen auf ca. 24 Millionen Genossenschaftsmitgliedern ist also jeder 80.000 Genosse ein Leser. Und genau darum geht es.

Genossenschaften sind „low interest“ und locken niemand mehr hinter dem Ofen hervor. Anstatt die Genossenschaftsidee voranzutreiben wird ein Genossenschaftshistorisches Informationszentrum finanziert.

Warum setzt die DZ Bank Stiftung die AGI Genoforschung unter Druck? Auslöser der „internen Förderdebatte” waren die von igenos herausgegebene Schriftenreihe zur Genossenschaftsidee, deren erste Auflage von Band 1 inzwischen komplett ausverkauft ist. Die zweite Auflage erscheint in der inzwischen neu gegründeten UDG-Verlags eG unter der ISBN Nr. 978-3-947355-01-3.  Weitere Bücher zur Genossenschaftspraxis und zum Genossenschaftsrecht sind bereits in der Produktion. Zum Beispiel konnte igenos e.V., den auf Genossenschaftsrecht spezialisierten Anwalt Dr. Ludolf von Usslar gewinnen, einen bereits 2007 veröffentlichten Beitrag neu zu überarbeiten und zu erweitern.

Die in der Reihe: igenos: Recht erscheinende Veröffentlichung „Problemkreditbetreuung: Besonderheiten für Genossenschaftsbanken und Sparkassen“ von Dr. Ludolf von Usslar, erscheint Mitte September unter der ISBN Nr 978-3-947355-30-7 und richtet sich an Kreditsachbearbeiter, Verbraucherzentralen, Schuldnerberatungsstellen,  aber auch an interessierte Bankgenossen.

Bereits Ende August erscheint das von Georg Scheumann verfasste Werk : „Werden die Mitglieder der Volks und Raiffeisenbanken verraten und verkauft?“ Band 1 der igenos: Genossenschaftspraxis ISBN   978-3-947355-11-2. Georg Scheumann belegt darin anhand von Gesetzesunterlagen, dass der Gesetzgeber den Förderauftrag von Kreditgenossenschaften eindeutig definiert hat. Gesetzliche Vorgaben werden missachtet. Die Leidtragenden daraus sind die Mitglieder.

Beide igenos Veröffentlichungsreihen nehmen keinerlei Rücksicht auf Verbandsinteressen.  Insider aus den genossenschaftlichen Forschungseinrichtungen sorgen für Aufregung: Sympathisanten, die Mitgliederinitiativen wie z.B. www.genossenschaftswelt.de., igenos.de, wegfrei.de, wir sind die Volksbank, Freunde und Förderer genossenschaftlicher Werte, unterstützen, sind nicht gern gesehen und gefährden knapp 100 Arbeitsplätze in den wissenschaftlichen Instituten.

Angst vor der „angedrohten Kollektivstrafe“ haben vor allem wissenschaftliche Mitarbeiter, Assistenten und Schreibkräfte, die nicht verbeamtet sind und mit Zeitverträgen arbeiten. GenoLeaks empfiehlt auch den Mitarbeitern der genossenschaftlichen Organisationen und Genossenschaftsbanken die „einschlägigen Internetseiten“ nur über den privat genutzten Netzbetrieb zu besuchen und zentrale Dienste wie fiducia,  den GAD Service oder VR-Netz zu vermeiden.   Auslöser waren die Diskussion,  wie nun von der Institutsseite offiziell mit der Vielzahl neuer „Mitglieder Initiativen“ zu verfahren ist.  Während die Spitzenverbände die „rebellischen Mitglieder“ in der Vergangenheit   weitgehend ignorierten, weitet sich die GenoGate Affäre immer weiter aus.  Neben dem Justizministerium und den politischen Parteien müssen sich jetzt auch die für die Überwachung der genossenschaftlichen Vorschriften verantwortlichen Länderbehörden mit den igenos Thesenpapieren befassen. Die politischen Dimensionen weiten sich über die Parteigrenzen aus. Auch die BaFin und das Justizministerium wurden laut GenoLeaks vorliegenden Informationen inzwischen von igenos eingeschaltet. BVR Präsident Uwe Fröhlich hat um eine vorzeitige Auflösung seines Dienstvertrags gebeten.

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